Verhaltensregeln nach operativen Eingriffen und Zahnextraktionen

Die herausgefallene Füllung ist normalerweise kein eigentlicher Notfall. Ist der Zahn nur auf Kälte oder Wärme empfindlich, sollte er gut mit der Zahnbürste gereinigt werden und ein Füllungstermin beim Zahnarzt vereinbart werden.

Bei Dauerschmerzen sollte jedoch schnell gehandelt werden, da in diesem Fall meistens eine sehr tiefe Karies zum Füllungsverlust geführt hat.

Wichtige Hinweise

  • Bedenken Sie, dass Ihre Fahrtüchtigkeit herabgesetzt sein kann, insbesondere wenn Sie zusätzlich Medikamente eingenommen haben. Führen Sie deshalb nach der Operation kein Kraftfahrzeug.
  • Beißen Sie 30 Minuten auf den Tupfer, damit die Blutung zum Stillstand kommt und sich ein Blutpfropf bilden kann, danach spucken Sie den Tupfer aus.
  • Kühlen Sie ab sofort die Wange von außen auf der operierten Seite mit feuchtkalten Umschlägen bzw. dem mitgegebenen Kältekissen für 2 Tage sooft als möglich – Sie vermindern dadurch die Schwellung. Eine Wärmeanwendung ist in den ersten 2–3 Tagen grundsätzlich nicht gestattet.
  • Essen Sie erst nach Abklingen der Spritzenwirkung. Nehmen Sie am ersten und zweiten Tag nach der Operation keine Milchspeisen und Fruchtsäfte zu sich. Ernähren Sie sich mit klar-flüssiger Kost (z.B. klare Fleischbrühe mit Ei, Kartoffelbrei mit Hackfleisch o.ä.)
  • Blutungen oder Wundheilungsstörungen können in den nächsten 3 Tagen verursacht werden durch: Nikotin (Rauchen), Alkohol, Coffein (Kaffee, schwarzer Tee, Coca-Cola u. a.), heiße Getränke, scharfe Gewürze, häufiges und kräftiges Mundspülen, kräftiges Naseputzen, körperliche Anstrengungen, Aufregung oder Stress. Meiden Sie deshalb bitte diese Genussmittel bzw. Aktivitäten.
  • Spülen Sie nur nach dem Essen einmal kurz den Mund mit klarem Wasser aus. Häufigere Spülungen stören die Wundheilung.
  • Putzen Sie Ihre Zähne regelmäßig, berühren Sie jedoch nicht die Wunde.
  • Messen Sie morgens und abends Ihre Temperatur. Eine geringe Temperaturerhöhung ist nicht beunruhigend.
  • Melden Sie sich aber bitte sofort bei uns, sobald die Temperatur 38,5 °C übersteigt.
  • Schmerzen im Wundgebiet nach dem Abklingen der Spritzenwirkung sind möglich. Sie können notfalls Schmerztabletten einnehmen. Treten allerdings starke Schmerzen erst nach 1 bis 3 Tagen auf, so müssen Sie sich sofort zu Nachbehandlung melden.
  • Bei kleineren Nachblutungen sollten Sie ein frischgebügeltes Taschentuch auf den Wundbereich legen und ca. 30 Minuten fest zubeißen.
  • Sie sollen sich nicht hinlegen, sonderen sitzen. Wenn die Blutung nach 1 bis 2 Stunden nicht zum Stehen gekommen ist, setzen Sie sich mit der Praxis bzw. dem aus der Tageszeitung ersichtlichen Not- oder Sonntagsdienst in Verbindung. In keinem Falle spülen oder fortgesetzt ausspucken.





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