Minimalinvasive Präparation

Das Ausbohren der durch Karies erkrankten und zerstörten Zahnhartsubstanz sowie von altem, undichtem Füllungsmaterial erfolgt unter vorsichtiger Präparation mit rotierenden Schleifinstrumenten und ultraschallschwingenden Mikroansätzen oder einer kinetischen Präparation. Das Ziel ist die vollständige Entfernung von erkranktem Gewebe unter größtmöglicher Schonung der Restzahnsubstanz.

Ultraschall-Präparation

Der pneumatisch angeregte, im Schallbereich oszillierende Airscaler wird zur Schonung der gesunden Zahnhartsubstanz eingesetzt. Mittels der Schallschwingung ist eine Substanzabtragung ohne rotierenden Schleifkörper möglich.

Die Vorteile des Verfahrens:

  • maximale Schonung gesunder Zahnsubstanz durch spezielle Spitzensysteme für kleine, schwer zugängliche Läsionen
  • Einseitig diamantierte Spitzen zum Schutz der Nachbarzähne

Kinetische Präparation

Definierte Pulverpartikel (Aluminiumoxid) werden in einem Luftstrom auf hohe Geschwindigkeit beschleunigt (20 m/s). Beim Auftreffen dieser Partikel auf die zu bearbeitende Stelle wird durch kinetische Energie Zahnsubstanz, je nach Partikelgröße, nur aufgeraut oder zielgenau abgetragen.

Die Vorteile des Verfahrens:

  • Hocheffizientes, sauberes und zielgenaues Arbeiten mit bestmöglichem Schutz der gesamten Zahnsubstanz
  • Leises, druck- und vibrationsloses Arbeiten, schonende Therapie ohne Bohren, ohne Spritze, ohne Lärm und ohne unangenehmes Gefühl im Mund
  • Angenehm besonders für sensible Patienten, Kinder und Jugendliche
  • Geringer Substanzabtrag bei Karies im Anfangsstadium
  • Aufrauung der Oberfläche verbessert die Haftung von Kunststoffen
  • Erleichterte Untersuchung des Zahnes nach Reinigung der Fissuren (Grübchen)

Dabei werden die Zähne ggf. mittels vergrößernder Lupenbrille und dem mehrfachen Einsatz kariesanfärbender Systeme auf völlige Kariesfreiheit überprüft.

Ozonbehandlung

Therapieunterstützend kann durch eine Ozonbehandlung (HealOzone®) das Ausmaß der kariesinfizierten Bereiche minimiert werden:

Fissurenkaries:

Bei beginnender und bereits bestehender Karies im Bereich der Kauflächen auf besonders wirksame und schonende Weise.

Dentinkaries:

Sterilisation einer Dentinoberfläche zur Substanzschonung vor einer Füllungstherapie

Zahnhalskaries:

wertvoller Substanzerhalt in schmerzsensiblen wie auch optisch auffälligen Bereichen von freigelegten Wurzeloberflächen.

Dentinadhäsiv-Schichttechnik

Nach dem restlosen Entfernen der Kariesbakterien erfolgt das mehrlagige Einbringen eines komplexen Verbundsystems als Voraussetzung zur Verklebung des Füllungsmaterials ("Adhäsivtechnik"). Anschließend wird in einer aufwändigen Schichttechnik mit vielen kleinen Portionen das Komposit eingebracht und jeweils mittels UV-Licht durchgehärtet. Danach erfolgt noch eine Politur der zahnfarbenen Füllung.

Rasterelektronenmikroskop: Dentinkanälchen

Dentinkanälchen gefüllt und verklebt mit Komposit-Adhäsiv

Diese neue Technik stellt erhöhte Anforderungen an das Wissen und die manuelle Geschicklichkeit des Behandlers sowie an die dafür notwendige Behandlungszeit. Nach übereinstimmender Aussage zahnmedizinischer Wissenschaftler und den Erfahrungen in den zahnärztlichen Praxen ist der Zeitaufwand um ein Vielfaches höher als bei konventionellen Füllungen.

Dentinadhäsiv befestigte Kompositrestaurationen unterscheiden sich also hinsichtlich der medizinischen Indikation, der Materialien, der Art der Verbindung zum Zahn, der klinischen Vorgehensweise sowie der Schwierigkeit und des Zeitbedarfs der Behandlung ganz erheblich von konventionellen Füllungen.

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