Ohrakupunktur

Der französische Arzt Dr. Paul Nogier entdeckte und entwickelte vor etwa 50 Jahren die Ohrakupunktur. Die Ohroberfläche bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind (Ohrreflexzonen nach Nogier und Bahr). Die Untersuchung der Ohrreflexzonen erlaubt eine genaue Aussage darüber, wo Schmerzen bestehen oder welche Organe des Körpers bei unklaren Beschwerden betroffen sind.

Störherddiagnostik

Man kann weitere Störungen im Körper erkennen, die einen Heilungsprozess verzögern oder sogar ganz verhindern können. Diese sogenannten Störherde haben mit dem eigentlichen Krankheitsgeschehen vordergründig nichts zu tun und werden vom Patienten oftmals nicht bemerkt. Es kann sich hierbei um chronische Entzündungen, Narben oder Vergiftungen handeln. Dem Körper gelingt es nicht, die bestehende Erkrankung zu überwinden, mögliche Therapien reagieren nicht vollständig und eine dauerhafte Heilung scheint nicht möglich zu sein. Solche Herde können zum Beispiel sein: abgestorbene oder vereiterte Zähne, chronisch entzündete Kieferhöhlen, entzündete Mandeln und alle anderen chronischen Entzündungen sowie eine falsche bakterielle Darmbesiedelung. Zudem kann jede Narbe ein Störherd werden, wenn sie zum Beispiel den Energiefluss eines Akupunktur-Meridians stört. Auch Zahnfüllungen und Zahnersatzmaterialien sowie verschiedene Schadstoffe können sich zu einem Störherd entwickeln. Durch die Untersuchung der Ohrreflexzonen ist es möglich, genau festzustellen welche Narbe stören kann, ob irgendeine Entzündung oder Giftbelastung (z. B. Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen) vorliegt. Ohne die Mitbehandlung eines vorhandenen Störherdes ist auf Dauer eine erfolgreiche Heilung nicht möglich.

Die Untersuchung erfolgt durch Messung von Spannungsdifferenzen an der Ohroberfläche. Dabei werden die einzelnen Punkte der Organe auf elektrische Veränderungen geprüft. Die Ohrmuschel ist sozusagen ein körpereigenes Diagnosezentrum, weil die Korrespondenzpunkte von Körperteilen und Organen am Ohr nur dann nachweisbar werden, wenn an der fraglichen Stelle eine Störung vorliegt. Ist also auf der Ohrmuschel z. B. der Leberpunkt elektrisch verändert, dann bedeutet dies eine Störung im Bereich der Leber.

Ist eine therapeutische Behandlung notwendig, geschieht dies durch Stechen von Nadeln bzw. Dauernadeln in die notwendigen Punkte am Ohr, gegebenenfalls zusätzlich am Körper. Alle Reize und Signale, die durch Ohrakupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den zugehörigen Körperteilen, die diese Kommandos, eben weil sie vom Gehirn kommen, strikt befolgen. Die Ohrakupunktur bedient sich also stets der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns. Sie ist aufgrund der kurzen Reflexwege zu den Schmerzzentren des Gehirn besonders bei akuten Schmerzzuständen wirksam. Somit ergeben sich nachfolgende Einsatzgebiete der Ohrakupunktur im Zusammenhang mit der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde:

  • Zahnschmerzen
  • Schmerzen im Bereich des Kiefergelenkes
  • Schmerzen der Gesichtsnerven
  • Schmerzen nach Operationen
  • Kopfschmerzen
  • chronische Schmerzzustände

Weitere sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten:

  • Verringerung des Würgereizes bei Zahnbehandlungen
  • Verminderung einer Prothesenunverträglichkeit
  • Kombinationsbehandlung bei Bruxismus (Schienentherapie)
  • Muskelverspannungen
  • Materialtestung
  • Beseitigung von Störherden

Sofern keine akuten Schmerzzustände vorliegen, erfolgt in der Erstsitzung eine umfangreiche Diagnostik, gegebenenfalls mit einer Materialaustestung. Bei chronischen Krankheitsbildern sind mehrere Therapiesitzungen erforderlich um eine dauerhafte Verbesserung der Beschwerden zu ermöglichen.

Dauernadeln

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Wirkungsweise und Handling

Vor dem Stechen dieser sterilen Einmalnadeln werden die Ohrmuscheln, auf denen sich Punkte für den ganzen Körper befinden, untersucht und geeignete Therapiepunkte festgelegt.

Das eigentliche „Stechen“ mit den kleinen Dauernadeln wird als kurzer, starker Druck empfunden. Bei akuten Beschwerden macht sich ein kurzer Einstichschmerz bemerkbar.

Die kleinen Nadeln, die in das Ohr eingestochen wurden, müssen stimuliert werden, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten. Diese Stimulation wird mit dem kleinen Dauermagneten durchgeführt, der sich am Ende des Plastikstäbchens befindet.

Der kleine Dipol-Magnet ist schwarz eingefärbt. Die beste Wirkung erzielt man, indem man die Magneten dicht über die Nadel hält oder sie leicht berührt und die Plastikhalterung mit dem Magneten zwischen zwei Fingern rasch hin und her dreht. Dabei wird nach dem Generatorprinzip – wie zum Beispiel auch beim Fahrraddynamo – ein sehr schwacher elektrischer Strom erzeugt, der die Wirkung der Nadel verstärkt.

Je schneller man das Stäbchen dreht, desto wirksamer ist die Stimulation.

Diese Stimulation sollte für die Dauer von 15 – 20 sec. pro Nadel mehrere Male am Tag (3 – 5 mal) wiederholt werden. Unabhängig davon können Sie jedes Mal, wenn Ihre krankheitsbedingten Beschwerden (Schmerzen, Würgereiz,...) auftreten die Nadeln zusätzlich stimulieren.

Da die Nadeln nur etwa 1 mm über die Hautoberfläche herausragen, sind sie optisch unauffällig. Gegebenenfalls kann ein kleines Schutzpflaster über die Nadel geklebt werden, wodurch die Magnetwirkung nicht beeinträchtigt wird.

Vermeiden Sie, sich an den Stellen die Ohren zu waschen, wo die Nadeln gesetzt sind und verwenden Sie in deren Umgebung kein Seifenwasser oder ähnliches, stattdessen nur Rasierwasser oder „Kölnisch Wasser“.

Die Nadel darf keine Schmerzen verursachen. Um die Nadel herum darf keine Rötung der Haut als Entzündungsanzeichen auftreten. Falls doch, kann sie mit einer Pinzette problemlos entfernt werden. Die Entzündungsstelle anschließend mit Alkohol oder Desinfektionsmittel reinigen. Im Zweifelsfall lassen Sie die Stelle in unserer Praxis kontrollieren.

Sie behalten die Dauernadeln etwa eine Woche im Ohr. Falls die Nadeln nicht von der Haut abgestoßen werden, können Sie die Nadeln auch noch länger stecken lassen, sofern keine Entzündung (Rötung) auftritt.

Sie können die Nadeln mit einer Pinzette selbst leicht entfernen; üblicherweise müssen Sie also deswegen nicht die Praxis aufsuchen.

Eine regelmäßige Stimulation der Nadeln mit den Magnet-Stäbchen vermeidet fast immer eine vorzeitige Abstoßung.

Falls die Nadel nicht von Ihnen mit einer Pinzette entfernt wird, erfolgt nach einer gewissen Zeit ganz von selbst die natürliche Abstoßungsreaktion der Haut und die Nadel fällt ab.

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