Regenerative Therapie

Selbst wenn alle Krankheitserreger durch die Parodontalbehandlung beseitigt wurden, können weiterhin Probleme bestehen, wie beispielsweise freiliegende lange Zahnhälse, tiefe Knochentaschen und gelockerte Zähne aufgrund fortgeschrittenem Knochenabbaus. Abhilfe ist hier möglich durch die plastische Parodontalchirurgie.

Kammplastiken

Eine Kieferkammplastik dient entweder der Korrektur oder dem Aufbau von weichem und hartem Stützgewebe = „Augmentation“.

Hiermit erreicht man sowohl eine ästhetische Verbesserung einer unbefriedigenden Ausgangssituation als auch eine Stabilisierung ansonsten gelockerter, fraglicher Zähne.

Ebenso wird durch dieses Vorgehen eine für Implantate ausreichende Knochenverankerung geschaffen. Mit Hilfe der gesteuerten Geweberegeneration ist es möglich, verlorengegangenes Stützgewebe wieder zu gewinnen.



Die Membran blockiert das schneller wachsende Zahnfleischgewebe und ermöglich den langsamer wachsenden Knochenzellen, den Defekt auszufüllen. Das Ergebnis ist ein Kieferknochen von ausreichender Höhe und mit regelmäßigem Knochenkamm.

Die in der Implantologie sehr bewährte Membrantechnik zum gesteuerten Gewebeaufbau ist im Bereich der Parodontologie so nicht vergleichbar, da es durch die Taschenbildung am Zahn, im Gegensatz zum geschlossenen Einheilen beim Implantat, zum erhöhten Infektionsrisiko der Membran am Übergang zum Zahn führt. Aufgrund der wissenschaftlichen Ergebnisse geht man kontinuierlich von dieser Behandlungsart ab, und geht verstärkt dazu über Knochenregeneration durch Schmelzmatrixproteine zu erreichen.

Emdogain® - Schmelzmatrixprotein

Emdogain® ist ein wissenschaftlich gut dokumentiertes Produkt, das weltweit angewendet wird. Es ermöglicht dem Körper den natürlichen Zahnhalteapparat („Parodont“) wieder herzustellen, ist also keine Reparation sondern eine Regeneration des Gewebes!

Die natürliche Struktur zur Verankerung der Zähne besteht aus drei Grundelementen:
1. dem Wurzelzement – 2. dem Faserbündel zur Verbindung Wurzelzement mit Knochen – 3. dem Kieferknochen.

Emdogain® ist einzigartig, es beinhaltet ein Protein (Amelogenin) mit dessen Hilfe ein neuer Zahnhalteapparat gebildet wird, der zuvor aufgrund einer schweren Parodontitis verloren gegangen ist.


Zahn mit gesunden umliegenden Geweben (Wurzelzement, Faserbündel, Kieferknochen).


Fortgeschrittene parodontale Erkrankung mit Verlust des Zahnhalteapparats, mit Bildung einer tiefen Parodontaltasche.
       
       
Auftragen von Emdogain® auf die Wurzeloberfläche. Der Umgebende parodontale Defekt wurde in einem kleinen chirurgischen Eingriff freigelegt.



Der verloren gegangene Zahnhalteapparat wurde nach der Behandlung mit Emdogain® zurückgewonnen.

Verbreiterung attached gingiva

Verbreiterung der angewachsenen Schleimhaut („attached gingiva“)

Ausreichende Dicke und Breite der befestigten Gingiva verzögern die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Entzündung und sorgen für eine mechanische Belastbarkeit des Zahnfleischs.

5 mm großer Rezessionsdefekt

Rezessionsdeckung: Hierunter versteht man die Deckung von freiliegenden Zahnhälsen. Dies kann zum einen dann erforderlich sein, wenn es durch freiliegende Zahnhälse verstärkt zu unangenehmen Schmerzsensationen bei mechanischen Einflüssen (Kontakt Zähneputzen), thermischen Reizungen (Kälte/Wärme) oder chemischen Belastungen (süß/sauer) kommt.

Andererseits stellt ein freiliegender Zahnhals oftmals ein rein ästhetisches Problem dar, welches dann durch die nachfolgend beschriebenen Therapien behandelt werden kann.

Vollständige Wurzelabdeckung und korrekter Verlauf der Gingiva

Ist befestigte Gingiva verloren gegangen, besteht die Möglichkeit, diese durch ein Gewebstransplantat (Bindegewebe oder Schleimhaut) wieder zu gewinnen.

Das Bindegewebs- oder Schleimhauttransplantat wird meist aus der Gaumenregion durch einen kleinen Schnitt entnommen, die entstandene Wunde kann anschließend mit einer Schutzplatte abgedeckt werden. Dieses Transplantat wird nun an der Stelle der Rezession in einer Art „Sandwichtechnik“ eingearbeitet und schafft hierdurch eine widerstandsfähige Verdickung.

So wird man im Normalfall ein bis drei Zähne auf einmal versorgen können. Bei komplexeren Strukturen ist manchmal ein zweizeitiges Vorgehen notwendig. Nach ein paar Monaten ist eine erneute Gewebsentnahme an der gleichen Stelle meist problemlos möglich.

Verlagerung/Beseitigung störender Bänder: Eine durch diesen Eingriff erreichte Spannungs-entlastung dient der Vorbeugung gegen Rezessionen, also Zahnfleischrückgang aufgrund mechanischer Einflüsse, und erleichtert zusätzlich eine effektive Mundhygiene.







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