Untersuchungsmethoden

Sorgfältig wird das gesamte Zahnfleischgewebe nach erkrankten Stellen untersucht, anhand:

  • der Blutungsneigung, das heißt ob eine vorsichtige Berührung innerhalb des Zahnfleischsaumes bereits zu einer Blutung führt.
  • der Taschentiefe, als Maß wie weit sich die Entzündung bereits an der Zahnoberfläche entlang unter das Zahnfleisch ausgebreitet hat.
  • des Lockerungsgrads der Zähne als Maßstab für das Ausmaß des Knochenrückgangs
  • der Röntgenaufnahmen wird der Knochenverlauf um die Zahnwurzeln herum untersucht, wie viel Knochenabbau bereits stattgefunden hat.

DNA-Sondentest

Spezielle Testmethoden und Bestimmung des individuellen Parodontitisrisikos (DNA-Sondentest)

Bei hartnäckigen („resistenten“) oder außergewöhnlich rasch fortschreitenden („aggressiven“) Zahnfleischerkrankungen können zusätzlich die Arten der verursachenden Bakterien durch Probenentnahmen mittels steriler Papierspitzen aus der Zahnfleischtasche rasch und schmerzfrei bestimmt werden. In einem autorisierten Fachlabor erfolgt die Analyse und Auswertung der identifizierten Mikroorganismen. Damit kann nun mittels einer spezifischen Antibiotikatherapie die Ausheilung des Gewebes unterstützend erfolgen.

Behandlungskonzept

Die Bakterien in den Zahnfleischtaschen rufen eine permanente Entzündung hervor. Sind alle Zähne betroffen, ist eine Gesamtfläche erreicht, die der Innenseite einer Hand entspricht. Eine solche „Wunde“ bedroht nicht nur die Zähne, sondern kann eine Belastung für den gesamten Organismus bedeuten. Diese Entzündung kann heutzutage jedoch relativ einfach behandelt werden. Neue Methoden, die von Wissenschaftlern entwickelt wurden, ermöglichen es uns, Ihre Zähne sozusagen unter dem Zahnfleisch zu „putzen“. Dabei werden Zahnstein, Plaque und Bakterien soweit entfernt, dass der Körper die Entzündung in den Griff bekommt und die Wunde heilen kann. Nur in ganz schweren Fällen, wenn die Erkrankung sehr heftig verläuft oder bereits weit fortgeschritten ist, müssen Antibiotika eingesetzt oder das Zahnfleisch chirurgisch „aufgeklappt“ werden, um die Bakterien zu entfernen.

Problem Biofilm

Es handelt sich hier um Netzwerke aus Mikroorganismen, die in eine geschlossene Schleimschicht (Film) eingebettet sind. Die Bakterien sind organisiert, kommunizieren und beeinflussen sich gegenseitig. In der allgemeinen Umwelt führen Biofilme zu schwerwiegenden technischen Problemen in so unterschiedlichen Bereichen wie der Schifffahrt, der Papierindustrie und bei Pipelines; ebenso im medizinisch-hygienischen Bereich beim Trinkwasser (Legionellen-Gefahr) bis hin zur manchmal tödlichen Rolle bei der Infektion von Kathetern.



Der dentale Biofilm zeigt eine Struktur, die noch nicht vollständig geklärt ist und sich aus den mehr als 400 verschiedenen im Mund befindlichen Mikroorganismen, von denen einige noch immer keinen Namen haben, zusammensetzen kann. Ein Desinfizieren von Biofilmen ist nachhaltig nicht möglich – lediglich die äußeren Schichten dieses Netzwerkes werden geschädigt und nach ein paar Tagen wieder von innen heraus repariert. Die Eigenschaften des Biofilms sind eines der Gründe dafür, dass die Bakterien zu den erfolgreichsten Lebensformen der Erde gehören und auch unter extrem widrigen Umständen existieren können. Eine erfolgreiche Bakterienbekämpfung setzt deshalb immer eine Zerstörung ( meist mechanisch) des Biofilms voraus.

Lassen Sie es also nicht soweit kommen! Eine rechtzeitige Behandlung kann heute schnell und schonend durchgeführt werden. Neue Methoden ermöglichen eine kaum schmerzhafte „minimalinvasive“ Behandlung.

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