Kariesdiagnostik

Laserfluoreszenzverfahren

Das Problem

Die Karies lauert oft für das bloße Auge unsichtbar in den Kauflächen des Seitenzahngebietes oder in den Zahnzwischenräumen (ca. 30-40% scheinbar intakter Grübchen (Fissuren) weisen Karies auf).

Besonders Kinder und Jugendliche haben in 80% aller Fälle Fissurenkaries.
Eisbergsyndrom: 90% des Kariesbefalls liegen im nicht sichtbaren Bereich (unter einer intakten Schmelzoberfläche, im Approximalbereich). Das Laser-Fluoreszenz-Verfahren ergänzt das Auge des Zahnarztes und die Röntgenaufnahme wirksam: 90% des Befalls werden erkannt -  auch die Karies im Frühstadium.

Karies beginnt mit einer nur mikroskopisch sichtbaren Entkalkung (Demineralisation) der betroffenen Schmelz-, Dentin- oder Zementoberflächen. Bei weiterem Fortschreiten entstehen im Schmelz kreidige Veränderungen und schließlich kommt es zum Einbruch der Oberfläche. In diesem Stadium ist die Karies leicht zu diagnostizieren, aber oft auch schon so weit fortgeschritten, das eine extensive Restauration und ev. eine Behandlung des Zahnnervs nötig ist.

Schwierig zu diagnostizieren hingegen sind Defekte (Läsionen) im Anfangsstadium oder Läsionen, die – obwohl bis ins Dentin vorgedrungen – eine makroskopisch intakte Oberfläche zeigen, was vor allem auf der Kau- und der Zahnzwischenfläche beobachtet wird (gerade bei Milchzähnen, die ja heller sind als die Bleibenden, sind Entkalkungen schwer zu erkennen).

Zwischenraumkaries

Die Verfahren zur Diagnose von Karies und deren Erfolgsquoten, Karies zu erkennen:

  • Klinische Inspektion (ca. 49%)
  • Röntgenbilder (Bissflügelaufnahme ca. 55%)
  • ECM Methode (Messung des elektrischen Widerstandes ca. 85%)
  • Laserfluoreszenzmessung (ca. 93%)

Die Funktionsweise
Die Zahnhartsubstanz wird zur Befunderhebung mit einer handlichen Lasersonde durchflutet. Das Gerät wertet Fluoreszensen aus, die bei Anregung mit Laserlicht der Wellenlänge 655 nm an demineralisierter oder kariös veränderter Zahnhartsubstanz entstehen.

Der aus der Mitte der Lasersonde austretende sehr feine Laserstrahl dringt dabei wesentlich tiefer z.B. in die Fissur eines Zahnes ein, als dies mit einer noch so dünnen Sonde möglich wäre. Trifft das Laserlicht auf kariös veränderte Zahnhartsubstanz, so ensteht fluoreszierendes Licht, welches vom äußeren Teil der Messsonde aufgenommen und an das DIAGNOdent-Gerät weitergeleitet wird. Die hierbei gewonnenen Messwerte werden in einem Befundbogen zwecks Kariesverlaufskontrolle dokumentiert.

Diagnodent Pen: Erweiterung unserer Vorsorgetherapie
Laserdiagnostik zur Kariesfrüherkennung in schwer zugänglichen Bereichen, zum Beispiel zwischen zwei Zähnen. Dadurch kann bereits vorbeugend oder noch in einem frühen kariösen Stadium einer weiteren Zerstörung entgegen gewirkt werden.

Die Vorteile

  • Bisher nicht erzielbare diagnostische Sicherheit
  • Sehr gute Reproduzierbarkeit der Messwerte und damit eine sehr präzise Kariesverlaufskontrolle der untersuchten Zahnoberflächen
  • Vereinfachte Kariesdiagnostik bei Kindern und Kleinkindern durch fast berührungsfreies Arbeiten sowie durch die einfache und schnelle Handhabung
  • Minimalinvasives Geschehen, d.h. gesunde Zahnhartsubstanz wird geschont und wir erhalten mit größter Genauigkeit eine hohe Arbeitsqualität
  • Keine Nebenwirkungen durch die Laserdiagnostik

Biochemischer Schnelltest

Biochemischer Schnelltest Clinpro Cario L-Pop

Das Problem
Karies ist eine überwiegend von Milchsäure produzierenden Bakterien verursachter Demineralisationsprozess der Zahnhartsubstanz. Dabei führen nicht die Bakterien zur Zahnschädigung, sondern die von ihnen gebildete Milchsäure.Die Milchsäurefreisetzung kann daher als ein Indikator für die Stoffwechselaktivität Karies verursachender Bakterien gelten. Je höher die Stoffwechselaktivität dieser Bakterien, um so höher ist das Potential dieser Bakterien, Kariesläsionen zu verursachen. Das heißt, die Stoffwechselaktivität, und nicht die Anzahl der kariogenen Bakterien, wird zum Maß für die Einschätzung des Kariespotentials.Die klassische Therapie setzt erst dann ein, wenn erste irreversible Defekte sichtbar sind. Kariesvorbeugung (Prophylaxe) muss jedoch früher greifen, da der Kariesprozess lange vor dem Auftreten sichtbarer Läsionen beginnt.Das VorgehenDie Probeentnahme erfolgt mit einem Milchsäure-Indikatorstäbchen auf der Zunge, da der Biofilm auf dem Zungenrücken vergleichbar ist mit dem auf der Zahnoberfläche.Das Ergebnis liegt bereits nach 2 Minuten Reaktionszeit direkt am Behandlungsstuhl vor.


Die Vorteile

  • Frühzeitige Diagnose des allgemeinen, individuellen Kariespotentials
  • Einfach, schnell und praktikabel
  • Leichte Interpretation des Befundes


Das Fazit

Die Bedeutung der Kariesvorsorge in der Zahnmedizin wächst ständig. Kariesfrüherkennung und Risikomanagement werden dabei immer wichtiger.Benötigt werden hierzu Methoden, die den Kariesprozess so früh wie möglich anzeigen und eine Aussage zum Kariespotential des Patienten ermöglichen.In der Kombination der Laserfluoreszenzmessung und des biochemischen Schnelltests stehen uns hiermit zwei exzellente Diagnostika zur Verfügung, die diese Identifikation kariesgefährdeter und karieserkrankter Menschen frühzeitig anzeigen, um so erfolgreich zahnmedizinische Individualprophylaxe-Maßnahmen einzuleiten.

Cariogram

Cariogram: individuelle Karies-Risikobestimmung

Mit Hilfe von 18 unterschiedlichen Befunden und Risikofaktoren, die im Rahmen der Individualprophylaxe erhoben werden, können sowohl eine Einschätzung des Kariesrisikos als auch entsprechende Therapieempfehlungen gegeben werden, um eine dauerhafte Mundgesundheit zu erhalten.










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