Kariesvorbeugung bei Kindern

Kariesprävention beginnt nach Durchbruch des ersten Milchzahns. Zähne und Zahnfleisch Ihres Kindes können bei guter Pflege ein Leben lang gesund bleiben und Ihre Kinder werden es ihnen später danken.

Wie entsteht Karies?
Durch das Zusammenwirken von Nahrungsbestandteilen und Bakterien in den Zahnbelägen („Plaque“). Zucker und andere Kohlenhydrate im Essen und in Getränken begünstigen das Wachstum dieser Mikroorganismen in der Plaque. Sie bilden Säuren, die den Zahnschmelz kariös zerstören. Je länger Bakterien und Säuren auf den Zahn einwirken können, desto größer ist das Kariesrisiko.

Wie kann Karies wirksam verhindert werden?
Grundregeln der zahnmedizinischen Vorbeugung sind:

  • Das regelmäßige Entfernen von Zahnbelägen durch Zähneputzen – richtige Zahnpflege von Anfang an
  • Die Härtung des Zahnschmelzes – Kariesschutz der Zähne durch Fluorid
  • Das Vermeiden des häufigen Genusses von zuckerhaltigen Speisen und Getränken, sowie von saurem Obst und sauren Fruchtsäften – richtig Essen und Trinken
  • Verhütung von Zahnerkrankungen – professionelles Prophylaxetraining für Kinder

Richtige Zahnpflege

Richtige Zahnpflege von Anfang an

Mundhygiene und Vorsorge beginnen bereits nach der Geburt, selbst wenn noch keine Zähnchen sichtbar sind. Dabei steht vor allem die richtige Ernährung im Vordergrund. Die angemessene Lagerung bzw. Positionierung des Säuglings, vor allem beim Schlafen, trägt dazu bei, Fehlstellungen im Bereich der Kiefer zu vermeiden.

Ungefähr ab dem 6. Lebensmonat beginnen die Milchzähne, die bereits vorher als Zahnkeime angelegt waren, durchzubrechen. Die Entwicklung des Milchgebisses ist etwa bis zum Ende des 2. Lebensjahres abgeschlossen. Das Kind hat nun 20 Milchzähne. Der Durchbruch der Milchzähne ist oft mit erheblichen Schmerzen und mit einer Zahnfleischschwellung verbunden. Als Abhilfe stehen zahlreiche Präparate zur Verfügung. Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Zahnarzt oder Apotheker.

Säuglinge und Kleinkinder: 1. – 2. Lebensjahr

Nachdem die ersten Milchschneidezähne durchgebrochen sind, sollte bereits mit der Zahnpflege begonnen werden. Milchzähne brauchen besondere Pflege, denn sie bekommen leichter Karies.

Tipps für die Eltern:

  • Wenn Sie Ihr Baby baden und dabei Körper und Gesicht waschen, dann sollten Sie spielerisch mit einem Tuch oder Läppchen über Ober- und Unterkiefer fahren, denn Psychologen haben festgestellt, dass diese kleine Handlung die Bereitschaft des heranwachsenden Kindes wesentlich mitbestimmt, die Zähne regelmäßig von selbst zu putzen.
  • Sind dann die ersten Milchzähne durchgebrochen, so reinigen Sie diese regelmäßig mit einem Wattestäbchen oder einem Läppchen von Milch- und Speiseresten. Zahnpasta ist hierfür nicht notwendig, Wasser reicht vollkommen aus.



Kindergartenkinder: 3. – 6. Lebensjahr

Mit etwa 3 Jahren sind Kinder motorisch so geschickt, dass sie die Bürste selbst handhaben können. Bis zum Schulalter sollten die Eltern die Zähne grundsätzlich nachputzen, da die Feinmotorik für exaktes Schrubben – Kreisen – Auswischen noch nicht ausgeprägt genug ist. Solange Ihr Kind noch nicht flüssig Schreibschrift schreiben kann, braucht es zusätzlich zum eigenen Putzen Ihre Hilfe, damit alle Zähne von allen Seiten sauber werden.

Zwar wollen die Kinder ihre Zähne jetzt selbst putzen, doch sollten Sie als Eltern noch nicht erwarten, dass Kinder im Vorschulalter dazu in der Lage sind, ausreichend gründlich zu reinigen. Gleichgültig wie geschickt sich Ihr Kind beim Zähneputzen anstellt! Oftmals fehlt den Kindern jedoch die Geduld, alle Zähne von allen Seiten sauber zu reinigen.

Tipps für die Eltern:

  • Es ist sehr wichtig, dass Ihr Kind eine Putztechnik erlernt, die es ihm ermöglicht, alle Zahnflächen zu reinigen und nichts zu vergessen, die KAI-Technik
  • Nehmen Sie bei Ihrem Zahnarztbesuch Ihr Kind mit in die Praxis, damit es uns, die Einrichtungen und Geräusche kennen lernt. Somit lässt sich am leichtesten die „Angst vor dem Zahnarzt“ vermeiden; vielleicht ist das nächste Mal schon eine erste Untersuchung möglich.

KAI - Zahnputz-Systematik


Von Anfang an mit System putzen – dadurch wird kein Zahn übersehen!


K = Kauflächen
/ über alle Kauflächen hin und her schrubben

A = Außenflächen / „Tigerbiss“ (die Schneidezähne aufeinander beißen):und mit Kreisbewegungen sämtliche Außenflächen reinigen; am besten von rot (Zahnfleisch) nach weiß (Zähne)

I = Innenflächen / vom Gaumen und von der Zunge her zu den Zähnen wischen; bei den Frontzähnen die Zahnbürste senkrecht stellen.

Tipps für die Eltern:

  • Stellen Sie sich zum Nachputzen immer hinter Ihr Kind, und legen Sie seinen Kopf in Ihre linke Armbeuge
  • Lenken Sie Ihr Kind ab! Erzählen Sie was Sie heute alles erlebt haben, lenken Sie die Aufmerksamkeit des Kindes auf ein Ereignis, Personen, Spielsachen oder Tiere. Das Thema Zähneputzen wird gar nicht erst angesprochen, das passiert nebenbei und ist selbstverständlich!
  • Oder Sie personalisieren Zähne und Zahnbelag:“ Deine Zähne rufen wir wollen schön sauber und glänzend sein; wir wollen geputzt werden“ oder „ jetzt jagen wir Karies und Bactus (oder Zahnteufelchen, Turbowürmer, Kariesfamilie,...) raus aus deinem Mund. Da hinten versteckt sich noch einer; gleich haben wir ihn weg vom Zahn, raus aus dem Mund...“
  • Putzen Sie gemeinsam mit den Kindern die Zähne, denn Sie sind ihre Vorbilder!
  • Abwechslung bringt Spaß, auch beim Zähneputzen: neue Zahnbürste, neue Zahnpasta,...

Schulkinder: ab 7. Lebensjahr
Nun lernen die Kinder allmählich selbst Verantwortung für gesunde Zähne zu übernehmen. Damit sie dazu in der Lage sind, brauchen sie eine geeignete, ihnen angepasste Putztechnik und das notwendige Wissen um richtig mit ihren Zähnen umzugehen.



Tipps für die Eltern:

  • Mit 6 Jahren kommen die ersten bleibenden Zähne. Beobachten Sie besonders die hinteren durchtretenden großen Backenzähne
  • Ihr Kind sollte spätestens jetzt mindestens halbjährlich zur Kontrolle bei uns vorbeischauen. Dafür bieten wir eine speziell für Kinder abgestimmte Prophylaxetherapie an.

Geeignetes Handwerkszeug:

  • Handzahnbürste:Ideal ist ein kleiner Bürstenkopf, dicht besetzt mit Kunststoffborsten und abgerundeten Spitzen. Keine Naturborsten (Bakterienträger!). Für Kinder gibt es spezielle, altersgemäße Zahnbürsten mit breitem Griff. Spezielle Zahnbürsten gibt es ebenfalls für die Zahnreinigung bei festsitzenden Zahnspangen.
    Nicht vergessen: Alle 2 Monate die Zahnbürste erneuern, spätestens dann, wenn die Borsten auseinanderbiegen.
  • Elektrische Zahnbürste: Kann auch für Kinder geeignet sein, weil sie deren Spieltrieb ausn



  • Zahnseide und dünne Zahnzwischenraumbürstchen: Damit lassen sich bestens die Zahnzwischenräume reinigen; geeignete Hilfsmittel und richtige Technik wird in der Praxis gezeigt und demonstriert.
  • Munddusche: beseitigt Speisereste, nicht aber den Zahnbelag! Kann bei Zahnspangen hilfreich sein.

Kariesschutz durch Fluorid

Kariesschutz der Zähne durch Fluorid
Fluorid ist für die lebenslange Zahngesundheit von jung und alt in vieler Hinsicht ein wichtiger Baustein. Wichtig vor allem: Fluorid fördert den Wiedereinbau von Mineralien, die bei der Kariesentstehung aus dem Zahnschmelz herausgelöst wurden. Man spricht in diesem Fall von einer Remineralisation des Zahnschmelzes. Gut zu Wissen: Fluorid kann kleine Kariesschäden im Anfangsstadium ausheilen.

Wie kann Fluorid zur Kariesprophylaxe angewendet werden?
Fluoridhaltige Mund- und Zahnpflegemittel sollten regelmäßig ein Leben lang benutzt werden. Deshalb wird schon bei Kleinkindern ab dem ersten durchgebrochenen Milchzahn das Zähneputzen mit Kinderzahnpasta mit einem Fluoridgehalt bis zu 500 ppm (= 0,05 %) empfohlen.

Weil Kleinkinder noch einen Großteil der Zahnpasta verschlucken, sollte die verwendete Menge höchstens erbsengroß sein. Um keinen weiteren Anreiz zum Herunterschlucken zu geben, sollten Sie Zahnpasta mit Frucht- oder Bonbongeschmack vermeiden.

Vor dem 6. Lebensmonat sind keine Fluoridierungsmaßnahmen erforderlich, weil der Zahndurchbruch in der Regel erst dann beginnt. Zusätzlich zum Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta können Sie fluoridhaltiges Speisesalz im Haushalt einsetzen.

Weitere Fluoridanwendungen zum Kariesschutz der Milchzähne sind im Regelfall nicht notwendig. Ab dem Schuleintritt putzt Ihr Kind die Zähne mit einer normalen Erwachsenenzahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1000 – 1500 ppm (= 0,1 – 0,15 %). Das fluoridhaltige Speisesalz sollte weiter verwendet werden.

Vorteile der Verwendung von fluoridhaltigem Speisesalz:

  • Es profitiert die ganze Familie davon
  • Es ist eine kostengünstige Fluoridierungsmaßnahme
  • Es schützt speziell dann, wenn eine verstärkte Säurebildung der Zahnbeläge zu erwarten ist, nämlich während der Mahlzeiten
  • Es ist für die Zähne ein Schutzfaktor von hoher Wirksamkeit, bei sehr geringer Aufnahme von Fluorid durch den Körper

Welche neuen Erkenntnisse gibt es zur Kariesvorbeugung mit Fluorid?
Mit neuen Forschungsergebnissen zum Wirkmechanismus von Fluorid haben die zahnmedizinischen Fachgesellschaften ihre bisherigen Empfehlungen zur Kariesvorbeugung mit Fluorid geändert. Dies erfolgte in Übereinstimmung mit den Erkenntnissen aus anderen westlichen Industrieländern.

Zahlreiche Untersuchungen haben in den letzten Jahren herausgestellt, dass Fluorid in erster Linie durch direkten Kontakt (also lokal) mit dem Zahnschmelz karieshemmend wirkt. Wegen der effektiveren Wirkung lokaler Fluoridierungsmittel (z.B. fluoridhaltige Zahnpasta) werden Fluoridtabletten heute nur noch in besonderen Fällen empfohlen.

Dabei kommen folgende Eigenschaften des Fluorids zum Tragen:

         

  • Fluorid beschleunigt die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz („Remineralisation“), was beginnende Karies sogar rückgängig machen kann.




  • Fluorid verbessert die Säureresistenz des Zahnschmelzes und verhindert damit das Herauslösen von Mineralien („Demineralisation“).

Fluorid Fahrplan: Wann sind Fluoridtabletten sinnvoll?
Wenn Sie zur Zahnreinigung keine fluoridhaltige Kinderzahnpasta einsetzen und im Haushalt kein fluoridhaltiges Speisesalz verwenden, können auch Fluoridtabletten zur Kariesvorbeugung verordnet werden. Die Dosierung sollte dann nach folgendem Schema erfolgen (DGZMK, Stand 27.03.2000):

Dabei muss gewährleistet sein, dass die empfohlene Tagesdosis nicht überschritten wird. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass auch Sojanahrung, hypoallergene Nahrungsmittel, bilanzierte Diäten, Mineralwässer zur Herstellung von Säuglingsnahrung und eventuell auch andere Nahrungsmittel zur täglichen Fluoridaufnahme beitragen.

Richtig essen und trinken

Neben dem Zähneputzen und der Anwendung von Fluorid spielt auch die Ernährung für gesunde Zähne von Anfang an eine wichtige Rolle für die Zahngesundheit.

Gesunde Zähne beginnen mit gesundem Essen und Trinken.

Tipp: Nicht alles, was dem Gaumen schmeckt, bekommt auch den Zähnen.

Säuglinge und Kleinkinder
Muttermilch ist die beste Ernährung für die Kleinsten. (siehe empfohlener "Ernährungsplan für Säuglinge")

Flaschennahrung und insbesondere süße Tees, Obstsäfte und andere zuckerhaltige oder saure Getränke können den Zahnschmelz der Milchzähne schädigen. Dabei hat sich vor allem das sogenannte „Dauernuckeln“, bei dem Kinder den ganzen Tag oder nachts ständig schluckweise trinken, als zahnschädigend erwiesen.

Als Durstlöscher sollten Sie deshalb Trinkwasser, Mineralwässer und ungesüßte Tees bevorzugen, die Nuckelflasche oder Schnabeltasse nur zu den Mahlzeiten geben und Ihr Kind ab etwa zwölf Monaten langsam an das Trinken aus der Tasse gewöhnen. Auf Süßes muss Ihr Kind dennoch nicht gänzlich verzichten, wenn Sie das Naschen nicht über den ganzen Tag verteilen und auf eine gründliche Zahnreinigung nach dem Zuckergenuss achten.

Ansonsten können die Folgen für das Milchgebiss dramatisch sein. Die Beeinträchtigung beim Sprechen, beim Abbeißen und die mangelnde Ästhetik beeinflussen die gesamte Entwicklung des Kindes ungünstig.

Baby- oder Kleinkinderkost muss nicht übermäßig gezuckert werden. Unter Umständen kann dadurch vermieden werden, dass die Kinder eine Sucht nach Süßem – wie auch die Sucht zum Trinken aus der Flasche – entwickeln.

Schulkinder und Jugendliche
Essen soll schmecken und gesund sein. Deshalb ist Abwechslung sehr zu empfehlen. Denn je vielseitiger sich die Nahrung zusammensetzt, desto ausgewogener ist die Mischung dessen, was unser Körper braucht: Energie, Eiweißbausteine, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Tipps der Ernährungs-Experten:



Der tägliche Speisezettel sollte zum größten Teil aus Getreide- und anderen Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst bestehen, ferner aus fettarmer Milch und Milchprodukten, Fisch und Geflügel. Einschränken sollte man den Verzehr von Fetten wie Butter, Margarine und Öl sowie verstecktem Fett in Fleisch, Wurst und Milchprodukten. Reduzieren sollte man vor allem Zucker, Süßigkeiten und alkoholische Getränke.

Frisches Obst ist als Zwischenmahlzeit geeignet und wesentlich zahnfreundlicher als Gebäck oder Süßigkeiten, weil es nicht an den Zähnen kleben bleibt (Ausnahme: Banane).

Vorsicht: der übermäßige Verzehr saurer Obstsorten kann den Zahnschmelz angreifen (Erosion).
Das Kauen von rohem Obst oder Gemüse entfernt die Zahnbeläge nicht, es ersetzt also nicht das Zähneputzen.

Vorsicht: der übermäßige Verzehr saurer Obstsorten kann den Zahnschmelz angreifen (Erosion).
Das Kauen von rohem Obst oder Gemüse entfernt die Zahnbeläge nicht, es ersetzt also nicht das Zähneputzen!

Beim Kind sinkt die Leistungskraft wesentlich schneller als beim Erwachsenen. Deshalb braucht ein Kind zwei bis drei Stunden nach dem Frühstück eine kleine Zwischenmahlzeit: das Schulfrühstück. Auf die beliebten „Stückchen“ und „Teilchen“ vom Bäcker oder auch Schoko-Riegel „anstatt“ sollte lieber verzichtet werden. Sie haben gleich zwei Nachteile: zum einen enthalten sie sehr viel Fett und entpuppen sich so als Dickmacher, zum anderen ist der hohe Zuckeranteil schädlich für die Zähne.

Das süße Leben gesünder genießen


Nicht nur üblicher Haushaltszucker, sprich Saccharose, setzt den Zähnen zu, auch andere Zuckersorten erweisen sich auf Dauer als schädlich für die Zähne. Gleiches gilt für Glukosesirup, Fruktose, Honig, braunen Zucker, Apfel- und Birnendicksaft oder Ahornsirup.

Kindern jedoch Süßigkeiten ganz zu verbieten, wäre unrealistisch. Besser richtig damit umgehen:

  • Da ein Bonbon, hier ein Schokoriegel: häufiges oder längeres Naschen – oft über Stunden verteilt – hat eine stärkere Karieswirkung als wenn die gleiche Menge nur gelegentlich gegessen wird und den Zähnen dazwischen ausreichende „Erholungsphasen“ gegönnt werden.
  • Alles was klebt, macht den Zähnen besonders zu schaffen: so beispielsweise Bonbons, Müsliriegel oder Trockenfrüchte wie Rosinen und Dörrpflaumen.
  • Achtung: Knabberartikel aus gekochter Stärke wie Chips und Salzstangen gefährden die Zähne ebenso wie Süßigkeiten. Auch säurehaltige Fruchtsäfte können bei extrem langer Kontaktzeit den Zähnen schaden.
  • Besonders gefährlich ist das Dauernuckeln von zuckerhaltiger Flüssigkeit aus Saugerflaschen bei Kleinkindern.
  • Achtung: Viele Lebensmittel, z.B. Bananen, Getränke mit Fruchtfleisch, Fruchtjoghurt enthalten versteckte Zucker. Auch Hustensaft und Bienenhonig enthalten Zucker!

Hallo Zahnmännchen!


Es ist weiß, lacht und trägt einen Schirm: Das Zahnmännchen findet sich auf zahnfreundlichen Produkten, die mit Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit, Xylit oder Isomalt u.a. gesüßt werden. Sie sind empfehlenswert, weil sie den Zähnen nicht schaden.

Was sonst noch zu beachten ist
Reichlich und das Richtige trinken: Mundtrockenheit ist unangenehm und schlecht für die Zähne. Daher öfters etwas trinken – mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit sollten dem Körper täglich zugeführt werden.

Gute Durstlöscher sind Mineralwässer, ungesüßte Tees oder einfach Leitungswasser pur.

Und so lassen sich Zahnschäden ohne Mühe vermeiden

  • Zähne putzen nach dem Frühstück
  • Zuckerfreier Vormittag
  • Am Nachmittag nicht so oft Süßes essen und trinken
  • Nach dem Zähneputzen abends keine zuckerhaltigen Lebensmittel und Getränke

Prophylaxetraining für Kinder

Gruppenprophylaxe: Professionelles Prophylaxetraining für Kinder



In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Landkreis Esslingen (AZE) helfen wir als Patenzahnärzte vor Ort mit, im Rahmen der Gruppenprophylaxe Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen der Kinder zu fördern. Dieses Gruppenprophylaxe-Programm findet in Kindergärten und Schulen statt und beinhaltet die gemeinsame Unterweisung in Mundhygiene, Ernährungsberatung, Durchführung zahnärztlicher Reihenuntersuchungen bis hin zu Informationsveranstaltungen für Eltern und Klassenbesuche in der Praxis.

Individual-Prophylaxetherapie für Kinder



Im Rahmen der regelmäßigen halbjährlichen Kontrolluntersuchungen werden normalerweise ab 6 Jahren zusätzliche Behandlungen zur Vorbeugung und Gesunderhaltung der Zähne durchgeführt. 

Dazu gehören:

  • Aufklärung über die richtige Mundhygiene
  • Demonstration und Üben des richtigen Zähneputzens, altersgerecht umgesetzt und an die motorischen
  • Fähigkeiten des Kindes angepasst
  • Ernährungsberatung
  • Gründliche Reinigung und Politur nach Überprüfung der Zahnpflege mit Färbelösung
  • Karieskontrolle und ggf. Röntgenaufnahmen der Zahnzwischenräume
  • Fluoridierungsmaßnahmen
  • Fissurenversiegelung auf den Kauflächen
  • Spezielle Kariesdiagnostik mittels Lasersonde

Nutzen Sie in Ergänzung zu Ihrer häuslichen Kinderzahnpflege die Möglichkeit professioneller Vorsorge in regelmäßigen Prophylaxesitzungen um alle Zahnbeläge sicher zu entfernen und ihren Kindern eine entsprechende Zahngesundheit zu ermöglichen.

Gesunde Zähne - ein Leben lang.

Ernährungsplan für Säuglinge

Empfohlener Ernährungsplan für Säuglinge
Das Stillen ist nach wie vor die ausgewogenste Ernährung und bietet meist optimalen Schutz vor Infektionen und Allergien in der Mundhöhle. Wenn dies nicht möglich oder erwünscht ist, sollten Säuglinge bis etwa zum 4. Monat Fertigmilch mit der Bezeichnung „Pre“ und bis etwa zum 6. Monat „Folgemilch 1“ bekommen. Danach verträgt das Baby normale Milch oder – bei Allergiefällen in der Familie – hypoallergene Fertigmilch (HA).

Ernährungsvorschläge ab dem 6. Monat

6. Monat: Ersatz einer Milchmahlzeit durch eine Kombination aus Gemüse-, Kartoffel- und Fleischmus. Wegen der strengen Herstellungsvorschriften bei Babykost aus dem Glas ist diese zu bevorzugen; ersatzweise eigene Zubereitung aus Biokost. Sollte schon das Zahnen beginnen, das Baby unter Aufsicht auf eine harte Brotrinde beißen lassen.

7. Monat: Ersatz der zweiten Milchmahlzeit (abends) durch einen Vollmilch-Getreide-Brei. Nach Möglichkeit keine fertigen Instant-Breis, da diese neben ihrem unverhältnismäßigen Preis häufig stark zuckerhaltig sind.

8. Monat: Neben 2 Milchmahlzeiten und den beiden anderen Ersatzmahlzeiten (s.o.) kann jetzt mit einem zuckerarmen Obstbrei als 5. Mahlzeit begonnen werden.

Bis zum 12. Monat: Allmählich kann auf die normale Familienkost umgestellt werden; dabei sparsam mit Salz und Gewürzen umgehen. Etwa ab dem 10. Monat wird Naturjoghurt oder Dickmilch vertragen; Quark erst ab dem 1. Geburtstag.

Die nächsten Jahre: mindestens eine warme Mahlzeit mit Gemüse als Hauptgrundlage; dazu Kartoffeln, Nudeln oder Reis und wenig gedünstetes Fleisch oder Fisch. Sonst normale Familienkost (fettarm, nicht Frittiertes oder scharf Angebratenes) und für Zwischendurch mal ein Müsli, eine rohe Möhre und viel frisches Obst und Nüsse. Für ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens ein halber Liter/Tag) sorgen.

Das sollte nicht sein: keine vegetarische Kost, denn das Kleinkind braucht zum gesunden Wachstum Milch, Eier und Fleisch; eventueller Fleischersatz durch reichlich Gemüse und Getreideprodukte. Als Getränke Mineralwasser, Saft oder Tee (beide ungesüßt). Kein Dauernuckeln an dem Fläschchen, da die Speichelproduktion dadurch verringert wird und ohne diesen Schutz die Zähne rasch von Karies angegriffen werden.

Zähneknirschen bei Kindern

Haben Sie das auch schon einmal bei Ihrem Kind beobachtet? Obwohl die Kinder tief und fest schlafen, kommt es häufig vor, dass sie dabei lautstark mit den Zähnen knirschen.

Woher kommt so etwas und muss man sich darüber Sorgen machen?
Bei Ihrem Kind handelt es sich um eine Form von Bruxismus, das heißt Zähne und Kiefer werden aufeinander gepresst oder aneinander gerieben während des Schlafs oder unter Stress.

Es stellt eine verbreitete kindliche Verhaltensform dar. Die auslösenden Faktoren können unterschiedlicher Art sein:

  • Wenn die Ober- und Unterkieferzähne nicht richtig miteinander verzahnt sind, wird versucht eine passende Stellung zu finden.
  • Knirschen als „Schmerzableiter“ bei Zahnschmerzen (z.B. durch Zahnwechsel oder Karies) oder Ohrschmerzen.
  • Beim Zahndurchbruch und Zahnwechsel kommt es zu natürlichen (physiologischen) Bisshebungen, an die sich das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur erst gewöhnen müssen.
  • Häufig stellt Stress die Hauptursache für Zähneknirschen und –pressen dar. Ist Ihr Kind nervös z.B. wegen einer anstehenden Klassenarbeit, oder angespannt durch Probleme im familiären Umfeld (Umzug in eine andere Stadt, Scheidung der Eltern, Todesfall eines nahen Verwandten oder eines geliebten Haustiers,...) oder im Freundeskreis (Gruppenzwang Ausgrenzung,...) ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu knirschen beginnt, deutlich erhöht.

Untersuchung:
Sollte es der Fall sein, dass Ihr Kind mit den Zähnen presst oder knirscht, ist ein Besuch beim Zahnarzt empfehlenswert. Die Zähne werden dabei auf abgeknirschte Bereiche, kariöse Stellen (Schmerzauslöser) und kieferorthopädische Probleme (Fehlstellung der Zähne zueinander) untersucht.

  • Bestehen ungewöhnliche Abnutzungen oder Risse im Zahnschmelz?
  • Gibt es überempfindliche Stellen an einzelnen Zähnen?
  • Sind mögliche psychologische Faktoren vorhanden, die das Knirschverhalten begünstigen oder gar auslösen?

Therapie:
Falls erforderlich wird ein angemessener Behandlungsplan für Ihr Kind erstellt. Kommt es bereits zu einer Gefährdung der bleibenden Zähne kann beispielsweise eine Schutzschiene für die Nacht angefertigt werden. Diese Schutzschiene hilft dabei, ähnlich wie ein Mundschutz bei Sportlern, die Zähne vor bleibenden Schäden zu bewahren, sowie Kiefer und Gesichtsschmerzen zu vermeiden.

Auch können Sie selbst Ihrem Kind helfen:

  • Versuchen Sie herauszufinden, ob und weshalb Ihr Kind unter Stress oder Anspannung steht. Beobachten Sie das Verhalten Ihres Kindes und reden Sie mit Ihrem Kind über alles was es bewegt, auch wenn es sich um noch so „kleine Probleme“ handeln mag. Für Ihr Kind sind diese alleine möglicherweise unüberwindlich.
  • Vor dem zu Bett gehen keine aufregenden Fernsehsendungen, PC-Spiele oder ähnliches. Beruhigende Musik, eine schöne Geschichte aus dem Lieblingsbuch oder ein warmes Bad sind hier wesentlich vorteilhafter, um Ihr Kind auf einen erholsamen und entspannten Schlaf vorzubereiten!
  • Versuchen Sie ein festes Ritual beim Ablauf für das „zu Bett gehen“ einzuhalten.

Die meisten Kinder werden im Jugendalter mit dem Knirschen aufhören, sobald sich eine stabile Verzahnung eingestellt hat. Jedoch nur dann, wenn sich kein „Stressmuster“ etabliert hat, das zu automatischem Zähneknirschen führt, sobald man von einer starken Anspannung beherrscht wird.

ProphylaxeProphylaxe
ParodontologieParodontologie
ImplantologieImplantologie
Mikroskopische EndodontieMikroskopische Endodontie
FüllungstherapieFüllungstherapie
Ästhetische ZahnmedizinÄsthetische Zahnmedizin
ProthetikProthetik
Ganzheitliche ZahnheilkundeGanzheitliche Zahnheilkunde
Schonende ZahnentfernungSchonende Zahnentfernung
Wellness für Ihre ZähneWellness für Ihre Zähne